Seit meiner Entscheidung in einen Van zu ziehen und damit die Welt zu bereisen konnte ich mich auf so einige Fragen gefasst machen. Dabei macht es gar keinen Unterschied ob ich Leute auf meinen Reisen getroffen habe, oder jemand über mein Instagram Profil gestoßen ist. Die Fragen sind fast immer die Selben. In diesem Artikel geht es um die

10 meistgestellten Fragen


Wo hat es mir am besten gefallen?
Wie kriege ich die Fotos so schön hin?
Was kostet Vanlife?
und
Wie finanziere ich mir das eigentlich?

#1 warum

Mein erster Van hieß Vanilla und mein Traum, als ich ins Vanlife gestartet bin, war zum nördlichsten Punkt Europas in Norwegen fahren. Ich dachte da oben wird es sicher kalt sein und ich werde Eis sehen. Unterwegs musste ich feststellen, dass dort im Sommer gar kein Eis liegt. Mittlerweile sind wir viel weiter gereist und haben einen neuen Van, aber der Blog-Name blieb. Denn wir leben weiterhin unseren Traum.

#2 wohin geht es als nächstes?

Unser Zuhause hat Räder, einen festen Standort gibt es nicht. Wo wir heute sind, kann morgen schon 8 Stunden entfernt sein. Meine vergangenen Reisen haben mich durch Europa, Russland und Zentralasien geführt. Was ich dort gelernt habe, war vor allem, dass Pläne nur dazu da sind, um geändert zu werden.
Früher habe ich mein Leben 10 Jahre im voraus geplant.
Heute fällt es mir schwer Termine für übermorgen festzulegen.
Ich habe tatsächlich aufgehört lange vorauszuplanen. Ich nehme das Leben so, wie es gerade kommt und mache das Beste daraus.
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#3 wie machst du deine fotos?

Den Unterschied zwischen einem normalen und einem besonderen Foto macht aber selten die Kamera, sondern die Nachbearbeitung.

Ich habe mich lange Jahre mit Bildbearbeitung beschäftigt. Meine gesammelte Foto Erfahrung habe ich in Foto Filtern gesammelt, die meine es jedem möglich machen, das beste aus seinen Fotos herauszuholen. Ich bearbeite alle meine Bilder, ob nun Reisefotografie, Selfies oder private Schnappschüsse mit meinen eigenen Icedream Presets. Dies sind Foto Filter, die mit nur einem Klick das beste aus deinem Bild herausholen. Ganz wenig Aufwand, ganz großes Ergebnis.

Vorher / Nachher

#4 Hast du noch eine Wohnung?

Im Frühjahr 2017 habe ich viele meiner Sachen verkauft oder verschenkt und meinen Wohnsitz abgemeldet. Das ist möglich, wenn du dich wirklich keinen Wohnsitz hast. Ohne Wohnsitz in Deutschland ist man dann befreit von der gesetzlichen Krankenversicherung. Während meiner Reisen war ich dann versichert über eine Auslandskrankenversicherung. Mehr dazu hier.

Es ist tatsächlich etwas sehr seltenes, keinen Wohnsitz zu haben, aber durchaus möglich. Man findet im Internet immer mehr Reisende, die diesen Weg gehen und damit viel Geld sparen. Alles hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Man sollte sich informieren und den besten Weg für sich wählen.

#5 wo hat es dir am besten gefallen?

Wo war es am schönsten? Was war dein schlimmstes/schönstes Erlebnis? Solche Fragen höre ich häufig und sie sind am schwersten zu beantworten. In drei Jahren on the road passieren so viele Dinge. Jeder Tag ist anders, jeder Tag ist neu. Man fährt sich fest, man steht an wunderschönen Steilklippen, man bezahlt ein Vermögen beim Mechaniker, man schließt wundervolle Freundschaften. Jede Erfahrung ist einzigartig und auf ihre Art und Weise besonders. Ich bin an vielen Orten gewesen, die absolute Highlights waren. Aber wählen, welcher davon der schönste war, könnte ich nicht.
Meine Highlights

#6 Hast du eine Toilette und wie duscht du?

Ein Jahr lang bin ich ohne Dusche gereist. Ich habe in Seen gebadet aber auch Katzenwäsche, Campingplätze (nur zum duschen), Schwimmbäder, alte und neue Freunde waren immer eine gute Alternative. Dann habe ich mir eine Pumpdusche gekauft. Die Dusche hat mein Vanlife auf ein anderes Level gebracht. Beim Waschen in der Natur bitte darauf achten, kein herkömmliches Shampoo und Duschgel zu benutzen. Aber auch mit Naturkosmetik und biologisch abbaubaren Produkten sparsam umgehen! Auch eine Toilette hatte ich in Vanilla nicht. Stracciatella, mein neuer Van wird beides haben, weil sich meine Lebensumstände und damit auch meine Ansprüche an einen Van verändert haben. Ich finde nach wie vor, dass ein Abenteuermobil das nicht braucht. Hier kannst du Tipps nachlesen wie man ohne Toilette im Bus lebt und sein Geschäft ordnungsgemäß draußen verrichtet.
 

Im Camper ohne Toilette

wie man sein Geschäft draußen verrichtet


Van Toilette

#7 wo ist das?

Einige Orte die ich finde, sind einfach unschlagbar. Ruhig, wild, intim. Um das so zu lassen, verlinke ich sie nicht. Als ich auf Instagram eine Umfrage gemacht habe, wurde fast einstimmig beschlossen die Orte nicht zu teilen. Ich bin sehr froh zu hören, dass meine Gemeinschaft auf die gleiche Art und Weise denkt, wie ich und Gehimplätze geheim halten will. Außerdem ist es Teil des Abenteuers die Orte selbst zu entdecken. Die Belohnung sein eigenes Paradies zu finden ist unbezahlbar.

#8 was kostet vanlife?

Wieviel Geld ich ausgebe hängt davon ab wo ich bin, wie viel ich fahre und wie oft ich auswärts esse. Die Ausgaben hängen stark vom persönlichen Verbrauch ab. Ich esse kein Fleisch, Trinke und Rauche nicht. Ich trinke nur Wasser und Campe ausschließlich wild. Allerdings habe ich eine Schwäche für Pizza und Kuchen.
Das sind meine durchschnittlichen monatlichen Ausgaben als alleinreisende für Benzin, Essen, Restaurant und Kleinkram.
Vanlife für zwei Personen ist deutlich günstiger, da die Spritkosten (also einer der größten Posten) gleich bleibt.

#9 hast du keine angst?

Vor allem als ich alleine als Frau im Camper reisen war, hörte ich diese Frage sehr häufig. Leute denken, man muss mutig sein, um alleine im Van zu reisen. Lass mich eins sagen. Ich bin ein Angsthase. Aber mein Traum ist nunmal größer als meine Angst.
Unterwegs ist mir bewusst geworden, dass die Angst irrational ist
und das im Camper leben nicht gefährlicher ist, als in einem Haus oder einer Wohnung. Mit der Zeit hat die Reise mich gestärkt, mein Bewusstsein für mich selbst und meine Umgebung geschärft, mein Urteilsvermögen und meine Sinne verbessert.
Meinen Träumen zu folgen hat mich gelehrt, dass man an seinen Aufgaben wächst und je härter die Aufgaben sind, die du dir stellst, je größer die Abenteuer, die vor dir liegen und je weiter du dich aus deiner Komfortzone begibst, desto mehr wächst du.

Ich fühle mich immer noch nicht wohl dabei, nachts zum Pinkeln raus zu gehen. Ich mach also ganz schnell, springe in den Bus und schließe schneller ab, als Lucky Luke schießen kann. Ich weiß aber auch, dass das irrationale Ängste sind und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mörder die ganze Nacht vor meinem Bus hockt und darauf wartet, das ich rauskomme, ziemlich gering ist. Aber die Chance, dass ein Monster nach meinem Bein greift, wenn ich es aus der Decke hervorstrecke ist auch gering, dennoch würde ich mich das im Leben nicht trauen.
Ich bin wahrscheinlich ein größerer Angsthase als du. Wenn ich das also kann, kannst du das auch.

#10 Wie finanzierst du deine Reisen?

Wären wir also beim Höhepunkt angekommen. Die meist gestellte Frage ist, wie ich mir leisten kann Vollzeit im Van zu Leben und Reisen.
Zuallererst muss ich sagen, dass die Lebenshaltungskosten im Vanlife sehr gering sind. Ohne Mietkosten und der Befreiung aus der gesetzlichen Krankenversicherung fallen nur Kosten für Lebensmittel und das Auto an.

Meine Europareise habe ich von meinem Ersparten bezahlt. Bevor ich aufgebrochen bin, habe ich hart gearbeitet und entschieden, dass ich nicht mein Leben lang buckeln will, um ein nettes Polster für die Rente zu haben.
Ich will jetzt leben, denn wer weiß ob ich je die Chance habe alt zu werden?
Unterwegs wurde dann mein anfängliches Hobbybloggen immer mehr zum Beruf. Ich liebe es zu fotografieren und zu schreiben und habe meine Kreativität in journalistischen Tätigkeiten einsetzen können. Mit kleinen Jobs in diesem Bereich habe ich dann meine Reisen finanziert.
Heute arbeite ich an sehr unterschiedlichen Projekten von Camping bis hin zu Gestaltung. Das Bloggen ist aktuell aber vermutlich mein größtes Standbein. Ich habe einige tolle Partnerschaften, auf die ich Stolz bin und habe mittlerweile auch einen eigenen Shop auf die Beine gestellt. Meine nachhaltige Vanlife-Kleidung findest du hier.
Mehr zu meiner Arbeit als Bloggerin erfährst du in diesem Interview.
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In ungerelmäßigen Abständen - so unvorhersehbar wie das Reisen selbst - sende ich einen ganz persönlichen Brief raus. Darin geht es ganz unverblümt um unsere Erlebnisse, denn unterwegs gibt es immer viel zu erzählen. Im Vanilla Reisetagebuch ließt du ganz nah von den Höhen und Tiefen des Vanlife und den echten Gefühlen on the road. Möchtest du auch in der ersten Reihe sitzen?
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See you on the road!